DAV Live-Reportage: Kuba

Mittwoch, 7. Februar 2018, 19.30 bis 21.30 Uhr
VHS Neuss, Romaneum, Brückstraße 1, Pauline-Sels-Saal

Kuba es mas! Ja, Kuba ist mehr! Mehr als das, was ich während meines vierwöchigen Aufenthaltes im Februar 2012 sehen und erleben durfte. Aber auch vielmehr, als wir bei uns in den Medien lesen, sehen oder hören können. Und vor allem viel mehr als nur karibischer Strand und Mojito. Auch wenn Strände und Cocktails in Kuba fast allgegenwärtig sind.

Kuba scheint so gegensätzlich und dadurch polarisierend: Einerseits die Revolutionäre um Fidel Castro und Che Guevara, deren Kampf für die Freiheit des kubanischen Volkes und die Idee der Gleichheit und Gerechtigkeit auch heute noch in Teilen der Gesellschaft gelebt wird und spürbar ist. Andererseits der Wunsch der Menschen nach einer anderen Art von Freiheit und Aufbruch, Modernisierung und Beteiligung.

So waren für mich die Gespräche mit den Kubanern das Spannendste: mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten, die sie gern erzählen, wenn sie spüren, da ist jemand, der zuhört. Mit ihrer positiven und energiegeladenen Lebenseinstellung und ihrem Umgang mit den vielen Krisen und den erwähnten Gegensätzlichkeiten.  In diesem Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Freiheit, zwischen Staat und Bürger, zwischen Kommunismus und Kapitalismus entstehen gesellschaftliche Phänomene wie z.B. die „Bolsa Negra“, der Inbegriff für den Schwarzmarkt auf Kuba. Und nicht selten hörte ich die Aussage: „In Kuba ist alles möglich“!

Vieles aus der Geschichte und der Gesellschaft vereint sich in der Musik Kubas. Aber auch die Musik ist vielfältiger und moderner als das, was wir hier zu hören bekommen: Die Jugend hört Reggaeton und Punk, die traditionelle Musik reicht weiter über den Buena Vista Social Club hinaus.

Und natürlich die Städte – allen voran „La Habana“! Faszinierende Architektur zwischen Verfall und Hoffnung, Kolonialismus und Sozialismus, voll bunter Farben, Bars und Revolutionsbarolen auf vielen Fasaden.

Neben dieser kulturellen Vielfalt war ich überrascht und begeistert von der Natur Kubas. Sie ist ebenso vielfältig wie abwechslungsreich: endlose Traumstände, subtropischer Regenwald, riesige Tabakfelder, eine spannende Tierwelt, saftige Täler und ein knapp 2000m hoher Berg – klar, dass ich da hoch musste!

 

Lars Hofmann Das Fotografieren war lange Zeit nur ein Nebenprodukt der Reisen. Ich habe immer gesagt: „Ich verreise nicht, um zu fotografieren, sondern der Reise und der Begegnungen und Erlebnisse wegen“. Das stimmt zwar immer noch, aber ich merke immer mehr: je intensiver die Begegnungen, je besser der Zugang zu den Menschen (dem Land, der Natur) und ihrer Situation ist, je mehr mein Verständnis dadurch wächst, desto „besser“ die Fotos. „Besser“ im Sinne von authentisch wiedergeben, mehr als nur ein schöner Schnappschuss im Vorbeigehen bei stimmungsvollem Licht. Besser auch in der Hinsicht, dass ich in den Bildern die Beziehung spüre. In diesem Sinne sind es nicht meine Fotos, sondern die der Menschen, die ich fotografiere – oder der Tiere; oder der Landschaft! Ja, auch bei Tieren und Naturaufnahmen braucht es Zeit und eine langsame und respektvolle Annäherung. Deshalb gehe ich gern zu Fuß in die Natur – Mehr-Tagestouren im Gebirge mit Zelt und Rucksack z.B. bringen mich langsam der Landschaft näher.

Hauptberuflich bin ich selbständig im Bereich „Mediation und Konfliktmanagement tätig. Ich begleite Menschen in Unternehmen in schwierigen, konfliktreichen Situationen und in Veränderungsprozessen. Meine Erfahrungen und mein Wissen gebe ich auch als Ausbilder Mediation BM weiter.

Zeiten
Einlass ab 19:00 Uhr, Beginn 19:30 Uhr, Ende 21:30 Uhr
Veranstaltungsort
Volkshochschule (VHS) Neuss, Romaneum, Brückstraße 1, Pauline-Sels-Saal
Preise
10 € Regulär, 9 € für DAV-Mitglieder
Tickets an der Abendkasse oder bei unseren Vorverkaufsstellen