Buchbesprechung: Mark Zahel „Bergsteigerdörfer“

Buchbesprechung: Mark Zahel „Bergsteigerdörfer“
Berge erleben, wo die Alpen noch ursprünglich sind.

Tyrolia-Verlag Innsbruck 2017

Aktivurlaub in heimeligen Bergdörfern und intakter Landschaft als Alternative zum schrillen, profillosen Massentourismus! Immer mehr Menschen aller Altersgruppen suchen in ihrer aktiven Freizeit besonders nach Ruhe und Ursprünglichkeit, immer mehr Orte in den Alpen erkennen hinter vermeintlichen wirtschaftlichen Schwächen ihre eigentlichen Werte und sehen ihre Zukunft nicht im alpinen Ballermann. Genau hier setzt die Idee der Bergsteigerdörfer an.

Mit dem nach strengen Kriterien vergebenen Label „Bergsteigerdorf“ zeichnet der Alpenverein seit einigen Jahren Ortschaften in den Ostalpen aus, die sich bewusst für diesen anderen Weg entschieden haben – im Sinne der Lebensqualität der Menschen , die dort seit Generationen leben und wirtschaften und ihrer Gäste, die das Ursprüngliche lieben und schätzen. Sie blicken dabei auf eine reiche alpinistische Tradition zurück und bieten ein großes Potenzial, die Berge aktiv und unverfälscht zu erleben.

Vent im Ötztal, Villgraten in Osttirol und Johnsbach im Gesäuse sind nur drei von insgesamt 20 ganz unterschiedlichen Orten in den österreichischen Alpen, die das Label „Bergsteigerdorf“ mit Stolz tragen. Und die Initiative stößt auch bei den Nachbarn bereits auf reges Interesse. Mit Ramsau in Berchtesgaden wurde 2015 das erste bayerische Bergsteigerdorf ausgezeichnet, für Sommer 2017 ist eine Erweiterung um 2 Dörfer im Chiemgau geplant und weitere Kandidaten stehen bereits in den Startlöchern.

Alpenkenner Mark Zahel stellt in diesem Buch die bisher 21 „Orte guten Bergsteigens“ mit ihren schönsten Tourenmöglichkeiten erstmals ausführlich vor. Erstklassige Bilder, informativ-stimmungsvolle Texte und Übersichtskarten zu jedem Kapitel laden ein zum Träumen und Planen und machen den Bildband zu einer Fundgrube für Bergsteiger, die authentische Erlebnisse suchen.